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Von Miami nach Peru zum Macchu Picchu und zum Titicacasee

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11.7.09 13:17


Nachgekleckert....

Wir fuhren in Puno los und nach der zweiten Steigung gab unser Bus  seinen Geist auf. Also alle Mann raus auf die staubige Straße, alle Koffer daneben und auf Ersatz hoffen. Wir waren etwas früher losgefahren, weil wir von ziemlichem Chaos auf Limas Flughafen erfuhren. Unser Regisseur war schon einen Tag vorher losgefahren, konnte aber wegen eines Gewitters über Lima nicht pünktlich landen und hat seinen Anschlußflug nicht bekommen. Auch unsere Maskenbildnerin, die einen Tag früher abgereist war, blieb in Madrid hängen, weil die Maschinen alle überbucht waren. Wir wussten also: Früher Vogel fängt den Wurm. Aber nun standen wir erstmal an der Straße. Zum Glück kam tatsächlich ziemlich schnell Ersatz. Zwei kleine Busse -einer fürs Gepäck, einer für die Menschen- kamen und wir erreichten einigermaßen pünktlich den Flughafen in Juliaca. Bis Arriquipe und Lima war es kein Problem mit dem Flug. Es ging erst in Lima los: Die Maschinen waren überbucht und zwei Kollegen mussten tatsächlich zurückbleiben, obwohl sie sowohl ein Ticket als auch eine feste Platzbuchung hatten. Das hieß für sie: Eine Nacht in Lima ins Hotel. Wir anderen flogen die Nacht über nach Madrid. In Madrid wieder Chaos. Ich hatte nur ganz wenig Zeit zum Umsteigen. Bis ich durch Pass- und Zollkontrolle war, hatten sie fast schon mein Gate für den Weiterflug geschlossen. Ich kam ziemlich spät auf die Maschine und mein festgebuchter Gangplatz war perdu! Ich saß also eingeklemmt zwischen zwei Spanierinnen auf einem Mittenplatz und wußte nicht wohin mit meinen Beinen... Die Maschine war mit einer Stunde Verspätung in Madrid abgeflogen und zu essen gab es auch nichts mehr. Als ich schließlich um 20h im Airportexpress nach Baden-Baden saß, war es in meinem Körper 14h und ich schielte vor Müdigkeit. Schließlich kam aber auch ich zu Hause an. Seit zwei Tagen versuche ich nun die Zeitverschiebung in meinem Körper an meinen Baden-Badener Wecker anzupassen... mit mäßigem Erfolg und viel schlechter Laune... Aber: hier scheint die Sonne, der Garten blüht und ich habe eine echt tolle Reise hinter mit!

21.4.09 13:10


The End...

Während ich hier so in meinem Zimmer sitze, die letzten Blicke auf das nächtliche Puno am Ufer des Sees genieße und mein Reisetagebuch aktualisiere, läuft auf meinem Laptop "Tupay Peru", die CD der Peruaner, die gestern Abend auf unserem Abschlussfest spielten...

Um 10:30h am Samstag morgen kommt unser Bus und es geht wieder zwei Stunden zurück zum Flughafen nach Juliaca. Von dort fliegen wir nach Cusco, landen, müssen aber nicht aussteigen und fliegen weiter nach Lima. Darauf freuen sich alle ganz besonders: In Lima das erste Mal nach drei Wochen wieder richtig atmen. Denn hier auf 4.000m haben sich die Probleme nochmal verstärkt. Und das nächtliche Aufwachen mit Panik, dass man nicht genug Luft kriegt und die roten Vampiraugen morgens, weil ständig kleine Äderchen platzen, sind wir nun wirklich leid.

In Lima müssen wir dann unser Gepäck nochmal in Empfang nehmen und neu einchecken. Dann folgt der nächtliche Flug nach Madrid. Dort teilt sich dann das Team, denn einige fliegen nach München weiter, andere nach Berlin -die Hamburger trifft es besonders hart, denn die müssen erst noch nach Amsterdam und dann erst nach Hause-  nach Frankfurt fliegt außer mir niemand... Um 18:40h am Sonntag lande ich dann endlich und werde den Sonntags-Tatort wohl verpassen....

Knapp über 500 Menschen haben mein Reisetagbuch gelesen und mich damit auf dieser Reise begleitet und ich werde sicher auch noch manches Mal darin "blättern", wenn ich wieder zu Hause bin. Ich habe mich jedesmal, wenn ich einen Kommentar von Euch bekam, sehr darüber gefreut!

Adios y hasta la vista en Allemania!

18.4.09 05:32


Der vorletzte Tag...

Um 11h kamen die LKWs um die 100 Zargesboxen mit dem Equipment zu verladen - der Streik wurde schlussendlich doch noch beendet und das Zeug war angekommen. Ich musste mich also beeilen, denn wenn erstmal der Drucker und Scanner etc. verpackt waren, konnte ich nicht mehr wirklich viel machen. Ich habe also meine Währungskassen abgestimmt, alle Gagenscheine ausgedruckt und um 10:30h zog mir meine Kollegin, die die Bürokisten packen musste, buchstäblich den Stecker...

Danach hab ich mir mit Julia ein Taxi geschnappt und wir sind zum Hafen gefahren. Von dort mieteten wir uns ein Boot und fuhren raus zu den berühmten Schilfinseln.

 Julia und ich haben uns ein Privatboot gegönnt

 nicht Alcatraz, sondern unser Hotel ragt wie ein Kreuzfahrtschiff aus dem Felsen

Der Untergrund der schwimmenden Inseln wird aus Blöcken von Schilf gebaut und darauf kommen wieder mehrere Lagen Schilf, man geht wie auf schwankendem Boden und hat ständig Angst, dass man gleich im Wasser versinkt. Tatsächlich sind die Inseln einige Meter dick.

 Anpflanzen kann man auf den Inseln natürlich nichts. Inkafrauen basteln und verkaufen Souvenirs. Ein paar Hühner leben auch dort und natürlich die Meerschweinchen, die gerne gegrillt mit Mais angeboten werden.

Meerschweinchenstall

 

 Eingangstor zum Inselmarkt...

 Es gibt ungefähr 35 dieser Inseln und auf jeder leben ein bis zwei Großfamilien. Wenn es Streit gibt, gehen sie nicht etwa vor Gericht, sondern schneiden die Insel in zwei Teile und ziehen ein Stück weiter und bauen die Insel dann wieder an. Zehn Jahre können sie darauf leben, dann ist das Schilf vermodert und sie fangen von vorne an...

 

Als wir von den Inseln zurück waren, haben wir einen Bummel durch den Markt am Hafen gemacht

Lauter kleine Marktstraßen gehen von der Hauptstraße ab

 Inkafrauen beim Schwatz

 Die Blechhütten sind vorne toll bemalt...

 ...von hinten aber eher trist

Solche Märkte sind in den Blechhüttengassen...

 wir stören gerade die Siesta der Marktfrauen...

Stolze Besitzerin...

Auch Tretschwan kann man auf dem Titicacasee fahren...


und obwohl Puno mit 120.000 Einwohnern nicht gerade klein ist, laufen einem doch auch die Kollegen plötzlich übern Weg... Bernd, der Gripper, Christian unser Produktionsleiter, Patrick, der Oberbeleuchter und Daniel unser Hauptdarsteller.

Nach dem Bummel wollten wir noch in die Stadt, waren aber zu müde zum Laufen und haben uns in dieses Verkehrsmittel gesetzt:

 

Aussicht vom Velo auf die Straßen Punos

und dann gab's natürlich auch den Caffe con Leche und ein Stück Kuchen


 

 

18.4.09 04:41


Abschlussfest

Wir wurden mit den Gagen nicht fertig, denn am Abend sollte das Abschlussfest sein. Um 19.30h kam unser Shuttelbus und fuhr uns in die Stadt. Zwei Straßen bevor wir am Ziel waren, mussten wir leider aussteigen und den Rest zu Fuß gehen, da ein Betonmischer in der ohnehin sehr engen Straße, dem Bus die Weiterfahrt unmöglich machte.

Plaza de Armas in Puno

Wir feierten in einem kleinen Restaurant am Plaza de Armas mit Pisco Sauer und peruanischem Rum. Eine Band spielte den ganzen Abend und sorgte mit "Guantanamera" und "El Condor Pasa" für eine Bombenstimmung. Die üblichen, launigen Reden wurden gehalten. Alle haben sich bei allen für die wunderbare Arbeit und den schönen Film bedankt. Das Essen war üppig und sehr lecker und ich habe trotz rekonvaleszentem Fuß das eine und andere Tänzchen aufs Parkett gelegt.

Mit Christian habe ich mich dann für den Freitag Abend um 18h verabredet um die restlichen Gagen zu machen. So dass ich wenigsten den Nachmittag frei haben würde - und er konnte ausschlafen, denn im Gegensatz zu mir waren die Jungs aus dem Team erst am anderen Morgen mit Feiern fertig.

18.4.09 04:31


Donnerstag, Gagenabrechnung...

Heute hat es tatsächlich mit dem Wetter noch geklappt, der graue Puma verzog sich und die letzte Klappe wurde gedreht. Morgen haben die Kollegen frei und machen einen Ausflug. Ich werde mit Christian die Gagenabrechnungen für April machen und dann holen wir den Ausflug zu den Schilfinseln am Freitag nach.
16.4.09 01:49


Der graue Puma ist angekommen...

"Titicacasee" ist ein Wort der Quechua-Sprache der Indios und bedeutet entweder "grauer Stein" oder "grauer Puma". Und seit heute morgen wissen wir auch warum: Geweckt wurde ich von prasselndem Regen. Kurz nach 7h hörte es dann plötzlich auf und ein Regenbogen spannte sich über den See, wie ich noch keinen gesehen habe.

Ich habe schnell geduscht und mich mit Lichtschutzfaktor 50 eingecremt, denn ab 9h sollte es raus zu den Schilfinseln gehen. Als ich aus dem Bad kam waren plötzlich Berge, Himmel, See eine einzige graue Fläche. Es hatte sich blitzschnell total zugezogen und es regnete Bindfäden. Der graue Puma.


Jetzt ist es gleich 10h und das Team und die Schauspieler sitzten in der Bar und hoffen, dass es aufklart. In Peru ist im Moment Herbst und mit Regen muss da schon mal gerechnet werden. Wenn alle Stricke reißen, machen wir morgen einen neuen Drehtag auf und die Flüge werden umgebucht....

Mein Büro heute morgen, noch verwaist... Der Titicacasee ist 13 Mal so groß wie der Bodensee, auch wenn es hier anders aussieht...

15.4.09 16:44


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